Aktuelle Aktionen
Weihnachtspäckchen für Kinder und Senioren in Matisi

Der Freundeskreis Matiši der Ev. Versöhnungs-Kirchengemeinde Rheda-Wiedenbrück dankt Allen, die die Weihnachtspäckchenaktion für die Partnergemeinde in Lettland unterstützt haben: Mehr als 500 Schuhkartons für Kinder und Senioren wurden von vielen Privatpersonen, Kindern der Familienkirche Rheda und des Kindergottesdienstes Wiedenbrück, vielen Schulklassen sowie einer Kommuniongruppe von St. Pius gefüllt und trotz der großen Baustelle auf der Ringstraße ins Ev. Gemeindehaus Rheda gebracht.
Dort wurden sie in Umzugskartons gepackt sowie beschriftet und durch einen von der Kreisverwaltung Gütersloh organisierten Transport nach Matisi gebracht. Dort sorgten die rd. 350 Weihnachtspäckchen für Kinder in dem Weihnachtsgottesdienst der Sonntagsschule für strahlende Augen. Aufgrund der großen Anzahl war es möglich, dass die Sonntagsschulkinder für ihre Geschwister ebenfalls ein Päckchen erhielten und auch in der Grundschule in Matiši Päckchen an bedürftige Kinder verteilt wurden. Zu Hause in den Familien wurden die Päckchen dann geöffnet und brachten viele Augen zum Strahlen. Die weihnachtlich gestalteten Schuhkartons wurden beispielsweise mit Stiften, Schulbedarf, Zahnbürste und Zahnpasta, Süßigkeiten, einer Kerze, einem Kuscheltier und einem kleinen Spielzeug gefüllt. Darüber hinaus wurden auch Kartons mit Papier und Bastelmaterialien gepackt. So kann die wichtige Arbeit mit den Kindern in der Sonntagsschule in Matisi abwechslungsreich weiter gehen.
Die rd. 150 Weihnachtspäckchen für Senioren wurden von Mitgliedern der Ev. Kirchengemeinde in Matiši an mittellose Rentner verteilt. Sie besuchten die vielen älteren Menschen auf dem Land, die nicht mehr mobil sind, und verteilten die Päckchen rechtzeitig zu Weihnachten. Die Seniorenpäckchen wurden mit löslichem Kaffee, Tee, Vitamintabletten, Tütensuppen, Schokolade, Creme, Seife, Schampo, Zahnpasta und einem warmen Tuch oder Schal gefüllt. Aufgrund der sehr schwierigen Situation für Rentner wurden in diesem Jahr auch erneut Lebensmittel wie beispielsweise Konserven und Backzutaten nach Matisi geschickt.
Neben den Weihnachtspäckchen wurde auch Kleidung, Schuhe, Betwäsche und vieles mehr für bedürftige Menschen in Matisi abgegeben. So kam neben den rund 100 Umzugskartons mit Weihnachtspäckchen auch noch die enorme Menge von 800 Bananenkartons mit Hilfsgütern zusammen.
Die Situation in der lettischen Partnerkirchengemeinde Matiši ist auch in diesem Jahr weiter sehr schwierig. Für die meisten Kinder ist das Päckchen aus Rheda-Wiedenbrück das einzige Weihnachtsgeschenk, das sie erhalten, denn ihre Eltern müssen das wenige Geld, das zur Verfügung steht, für den Lebensunterhalt und die laufenden Kosten übernehmen.
Auch in diesem Jahr ist erneut eine Sammlung für die Partnergemeinde Matisi geplant. Der vorgesehene Termin ist Freitag, 09.11.2012, in der Zeit von 13 - 16 Uhr im Ev. Gemeindehaus Rheda, Ringstraße 60.
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Reise nach Matisi im Herbst 2012 geplant
Nach 5 Jahren ist nun endlich wieder ein Besuch der Gemeinde Matisi geplant: Voraussichtlich kurz vor den Herbstferien soll eine Flugreise nach Riga, Valmiera und Matisi in Lettland sowie Tallinn in Estland stattfinden. Die Reiseleitung vor Ort wird Presbyterin Regina Dieckmann übernehmen, die Organisation liegt in den Händen von Birgit Strothenke. An der Reise Interessierte können sich gerne bereits jetzt bei Birgit Strothenke unter Tel. 05242-931587 melden. Ein Informationsabend ist für Mittwoch, 28.03.2012, um 19 Uhr im Ev. Gemeindehaus Rheda geplant.
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Vortrag von Dr. Heinrich Wittram über die aktuelle Situation Lettlands

Referent Dr. Heinrich Wittram, Birgit Strothenke (Freundeskreis Matiši) und Pfarrerin Sarah Schmidt (Versöhnungs-Kirchengemeinde, von links)
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Am 19.10.2011 referierte Superintendent i.R. Dr. Heinrich Wittram aus Hannover-Hemmingen im Ev. Gemeindehaus Rheda über die aktuelle Situation in Lettland.
Dr. Heinrich Wittram wurde in Riga geboren und hat dort seine Kindheit verbracht, musste 1939 seine Heimatstadt mit seinen Eltern verlassen und wuchs in Niedersachsen auf. Er ist Vorsitzender des Deutsch-Baltischen Kirchlichen Dienstes e.V.. Er hat mehrere Bücher über die Geschichte der Ev. Kirche im Baltikum veröffentlicht.
Dr. Wittram machte beispielsweise auf die starken sozialen Kontraste in Lettland aufmerksam. Die Preise erhöhten sich seit Jahren, doch seien die Gehälter seit 2008 um bis zu 40 Prozent gekürzt worden. Die Arbeitslosenquote liege bei über 17 Prozent, die Stimmung reiche von Ratlosigkeit bis hin zur Resignation. Er lobte die Ev. Versöhnungs-Kirchengemeinde ausdrücklich für ihre Partnerschaft mit der lettischen Kirchengemeinde. Dabei seien neben dem finanziellen und materiellen Engagement auch die persönlichen Kontakte sehr wichtig.
Die Durchführung des Vortragsabends wurde von der Stiftung West-Östliche Begegnungen in Berlin gefördert.
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Dachrinne und Drainage sichern die Zukunft des Kirchengebäudes

Der Freundeskreis Matisi der Ev. Versöhnungs-Kirchengemeinde Rheda-Wiedenbrück bekam jetzt aus der Partnergemeinde in Matisi/Region Valmiera/Lettland die Nachricht, dass die seit langem geplanten Bauarbeiten an der dortigen Kirche abgeschlossen werden konnten: Entwässerungsrohre wurden um die Kirche herum verlegt und eine Kupferdachrinne wurde an das Kirchendach angebracht.
Eine Firma aus dem Ort Valmiera führte die Arbeiten fachmännisch durch. Während der Delegationsreise des Kreises Gütersloh verschafften sich auch Landrat Sven-Georg Adenauer, der ehemalige Landrat des Kreises Valmiera Vitauts Stana sowie der Koordinator der Kreispartnerschaft Hans-Joachim Schwolow vor Ort einen Eindruck von den umfangreichen Bauarbeiten. Auch die lettische Denkmalbehörde und ein Bausachverständiger aus Valmiera kontrollierten die Arbeiten und die verwendeten Materialien regelmäßig.
Zunächst wurden umfangreiche Erdarbeiten zur Isolierung des Mauerwerks und zur Verlegung von Drainagerohren durchgeführt. Nach deren Verlegung begannen die Arbeiten am Dach zur Anbringung der Dachrinne und Fallrohre. Die erforderlichen Pflasterarbeiten und gärtnerischen Arbeiten wurden von Mitgliedern der Kirchengemeinde in Eigenleistung durchgeführt.
Die Kosten für die erforderlichen Maßnahmen belaufen sich auf rd. 15.000,- €. Da die Ev. Kirchengemeinde Matisi diesen Betrag nicht aus eigener Kraft aufbringen konnte, hatte der Freundeskreis Matisi den Partnern in Lettland geholfen. So wurden verschiedene Anfragen gestellt und Dank der großen Hilfsbereitschaft vieler Menschen und Institutionen konnte die Ev. Kirchengemeinde in Matisi finanziell unterstützt werden. Nach dem langen, strengen Winter konnten die notwendigen Arbeiten zur dauerhaften Sicherung des Kirchengebäudes im Juni beginnen. Dabei kam es durch schwere Gewitter jedoch immer wieder zu Unterbrechungen der Bauarbeiten.
Die Kirchengemeinde Matisi bedankt sich herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern. So hatte auch der schwedische königliche Gustav-Adolf-Fonds eine Zuweisung in Höhe von 45.000 Kronen (ca. 5.000 Euro) zugesagt sowie die Dachdecker-Innung des Kreises Gütersloh mit einer Spende i.H.v. 1.500,- € einen Teil der Kosten aufgebracht. Der Restbetrag konnte durch viele einzelne Spenden von Privatpersonen und Unternehmen erzielt werden.
Die Kirche in Matiši wurde auf Geheiß des schwedischen Königs Karl XI. in den Jahren 1686 – 1687 errichtet. Die Pläne stammen von dem bekannten Architekten Rupert Bindenschu, der auch die Rigaer St.-Petri-Kirche entworfen hat. Das Kirchendach hatte jedoch bislang keine Dachrinnen und Fallrohre, so dass das herab fallende Regenwasser vom Dach direkt neben die Mauern der Kirche in das Erdreich eindrang. Demzufolge zog sehr viel Feuchtigkeit in das Mauerwerk ein und hat dieses schon stark beschädigt. Die Ev. Kirche in Matiši steht unter Denkmalschutz, so dass strenge Auflagen einzuhalten sind und beispielsweise relativ teures Kupfer verwendet werden musste. |
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Die Ev. Versöhnungs-Kirchengemeinde hatte in der Zeit vom 01. bis 04.11.2010 Besuch von dem neuen Pfarrer aus Matisi, Pastor Atis Bambans. Er wurde begleitet von Arturs Rudzitis als Übersetzer und selbst Mitglied des Kirchenvorstandes in Matisi. Bei diesem Besuch wurde neben dem Kennenlernen des Pfarrers auch über die weitere Zusammenarbeit und gemeinsame Projekte wie die dringend erforderliche Montage einer Dachrinne gesprochen
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Ausführlich wurde die aktuelle Situation in der lettische Partnerkirchengemeinde Matiši von Pfarrer Bambans und Arturs Rudzitis erläutert:
Die Arbeitslosigkeit liegt im ländlichen Bereich bei über 20%. Viele Angestellte wurden aus dem öffentlichen Dienst entlassen, vor allem Polizisten, Finanzbeamte und Lehrer. Schulen und Krankenhäuser wurden geschlossen oder zusammengelegt sowie alle Gehälter um 20 bis 30 Prozent gekürzt. Der evangelisch-lettischen Kirche ist es während der letzten 20 Jahre noch nie so schlecht gegangen wie heute. Die lettische Kirche durchläuft eine finanzielle Krise, die durch eine Verringerung des Haushalts um 45 %, die Entlassung von Mitarbeitern, eine Kreditaufnahme für 17 % Zinsen und die Verpfändung des kircheneigenen Hauses in der Elisabethstraße in Riga sowie das Unwissen über die künftige Vergütung der Pfarrer gekennzeichnet ist.
Die Bezahlung des Pfarrers Atis Bambans kann nicht mehr wie vorgesehen durch Riga erfolgen, sondern muss wieder durch die Kirchengemeinde vor Ort selbst übernommen werden.
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Die Bezahlung des Pfarrers Atis Bambans kann nicht mehr wie vorgesehen durch Riga erfolgen, sondern muss wieder durch die Kirchengemeinde vor Ort selbst übernommen werden. Die lettische Kirche konnte aufgrund der Wirtschaftskrise ihre Pläne, von den Gemeinden erhaltene Immobilien zu veräußern, nicht umsetzen. Auch die Gemeinde Matīši musste Grundstücke und Immobilien übertragen. Nun wird versucht, die Situation wieder in den Griff zu bekommen, so dass überhaupt ein Bestehen in der gegenwärtigen Situation möglich ist.
So bestand Einigkeit, dass auch in diesem Jahr die Weihnachtspäckchenaktion für die Kinder in Matisi erneut durchgeführt werden soll.
Auf dem Foto sind folgende Personen abgebildet (von rechts nach links): Pfr. Ralf Fischer, Gerd Thome (Gastgeber) - beide Rheda-Wiedenbrück - , Pfr. Atis Bambans - Matisi, Arturs Rudzitis - Matisi, Birgit Strothenke (Freundeskreis Matisi)
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